Bye bye, Pickelface!

LaraLaurelIch hatte in meinem Review über die Aminosäuren von Fitnessguru bereits erwähnt, dass ich früher sehr mit meiner Haut zu kämpfen hatte. Ich hatte zwar nie Akne oder übermäßig viele Pickel, aber ich habe mich dennoch wahnsinnig unwohl gefühlt. Ohne Make-Up konnte ich zwar vor die Tür gehen, aber sicherlich nicht in die Uni oder in die Schule. Viel zu sehr habe ich mich für meine Haut geschämt.

Da ich meine Unreinheiten natürlich zu jeder Zeit loswerden wollte, habe ich alles ausprobiert, was mir über den Weg lief: alle nur erdenklichen Anti-Pickel-Produkte aus Drogerien und Parfümerien, Besuche bei der Kosmetikerin, Tabletten und Nahrungsergänzungsmittel, Medikamente (u.a. verschiedene Antibabypillen gegen Hautunreinheiten), spezielle Cremes aus der Apotheke, Öle, Dampfbäder und regelmäßige Saunabesuche, Make-up freie Wochen, Hausmittelchen (ich habe z.B. einige Wochen lang ein daumengroßes Stück frische Hefe gegessen), und und und…

Und was davon hat langfristig geholfen? – Richtig, nichts.

Das heißt aber noch lange nicht, dass es nichts gibt, das hilft. Was ich damals nämlich nicht bedacht hatte, ist, dass die Ursache für meinen Hautzustand vielleicht gar nicht „von außen“ behandelbar ist, sondern vielmehr „von innen“. Erst als ich angefangen habe, vegan zu essen und mich besser über Lebensmittel zu informieren, weiß ich, dass meine Ernährung der Grund für meine Hautunreinheiten war.

Für diejenigen unter euch, die ebenfalls Probleme mit ihrem Hautbild haben (auch für diejenigen mit fettiger und/oder großporiger Haut) habe ich hier ein paar Tipps, die bei mir Wunder bewirkt haben und von denen ich mir sicher bin, dass sie auch euch helfen. Zu meinen Ratschlägen gibt es sowohl Quellen, die mich bestätigen, als auch solche, die das Gegenteil behaupten. Deshalb möchte ich an dieser Stelle nochmal betonen, dass dies meine persönlichen Erfahrungen sind.

1. Lasst Milch und Mehl weg

Und ich meine nicht nur die Milch aus dem Tetra-Pack, sondern sämtliche Milchprodukte. Meine Haut ist deutlich besser geworden, als ich angefangen habe, keine Milch mehr zu essen. Im Internet findet man dafür die unterschiedlichsten Begründungen: Hormone, Fett, Milchproteine. Fakt ist, dass Milch das Hautbild negativ beeinflusst. Gebt doch einfach mal „Milch“ bei YouTube ein und erfahrt mehr darüber.

Außerdem reagiere ich sehr stark auf Backwaren, vor allem auf weißes Mehl. Brötchen und Kuchen sind ein Graus für meine Haut. Haferflocken, Amaranth und Co. vertrage ich dagegen ziemlich gut.

2. Esst Obst und Gemüse – und zwar in rohen Mengen

Möhren 1Gemerkt? Das war ein Wink mit dem Zaunpfahl. 😉 Rohes Obst wirkt Wunder! Besonders helfen mir Zitrusfrüchte, also Obst mit einem hohen Säuregehalt: ladet beim nächsten Einkauf ganz viele Orangen, Zitronen (z.B. als heiße Zitrone am Morgen), Kiwis, Ananas und was ihr noch so findet, ein.

Sogar noch viel besser als Zitrusfrüchte ist grünes, gelbes und vor allem oranges Gemüse, also alles was reich an Provitamin A (Carotine) ist. Außerdem solltet ihr ganz viel Vitamin B3 (Niacin, auch Schönheitsvitamin genannt) zu euch nehmen, da es für schöne Haut und feste Nägel sorgt. Ihr findet es in Avocados, Hülsenfrüchten und Nüssen.

Wer schnell und lecker möglichst viel Obst und Gemüse zu sich nehmen möchte, sollte meinen Skin Rescue Juice probieren! 🙂

5. Weniger Produkt

Wenn man sich von einer Kosmetikerin / Drogistin / Parfümerei-Verkäuferin beraten lässt, wird einem eigentlich immer empfohlen, Gesichtswasser, Reinigungsmilch, Reinigungsschaum, Waschgel, Peeling, Maske, Nachtcreme, Tagescreme und eine partielle Pflege zum Auftragen auf die einzelnen Pickel zu kaufen. Ich bin mittlerweile zu der Erkenntnis gekommen, dass weniger mehr ist. Ich wasche mein Gesicht mit Wasser und was nicht abgeht (meistens sind das biestige Mascara-Überbleibsel), entferne ich danach mit einem Reinigungstuch (ich mag die von Balea).

Für meine 0815-Mischhaut benutze ich als Pflege nur noch ein Serum von Kiehl’s (mit dem einfachen Namen „clearly corrective dark spot solution“), das Pigmentflecken bzw. Pickelnarben schon nach einem Monat regelmäßiger Benutzung nahezu verblassen lässt. (rein präventiv: ja, Kiehl’s gehört zu L’Oréal. Nein, L’Oréal Europa macht keine Tierversuche mehr.)

Gelegentlich verwöhne ich meine Haut mit einer Gesichtsmaske. Meine Liebste ist von Lush und heißt „Mask of Magnaminity“ (drauf steht, dass sie „Veggie approved“ ist, beim zweiten Hinschauen hab ich jedoch festgestellt, dass Honig enthalten ist. Essen tue ich ihn nicht mehr, aber ich kenne die desinfizierende und heilende Wirkung von Honig und schätze sie sehr. Nichts hilft besser gegen rissige Winter-Lippen als ein Abend mit „Honigmaul“. Sobald ich diese Maske aufgebraucht habe, werde ich dennoch was anderes probieren).

6. Entspannung

Stress spiegelt sich leider sehr schnell im Gesicht wieder. Und dann hat man direkt noch mehr Stress. Zumindest ist das so bei mir… Nichts nervt mich mehr als aufzuwachen und direkt mit einer bösen Überraschung im Gesicht aufzuwachen. Achtet darauf, dass ihr euch bewusst Zeit für euch nehmt. Schnappt euch ein gutes Buch, macht euch eine leckere Mousse au Chocolat oder geht in die Sauna (die hilft ja ohnehin super gegen Pickel). Und schlaft genug!

7. Trinkt viel Wasser

…oder Tees oder selbstgemachte Säfte. Alles andere würde ich ohnehin weglassen. Wenn ich an einem Tag nicht meine 2-3 Liter Wasser getrunken habe, fühle ich mich schlapp und ausgetrocknet. Ich finde das sieht man auch immer dem Gesicht an. Wenn man genug trinkt, strahlt das Gesicht viel mehr!

Ihr Lieben, ich hoffe, ich konnte euch hiermit eine kleine Hilfestellung geben und etwas Mut machen. Es gibt „Heilung“! Probiert meine Tipps doch einfach ein paar Wochen aus und gebt mir ein Feedback! Ich würde mich sehr freuen!