Abnehm-Tees

So richtig weiß ich weder, welcher Kategorie ich diesen Beitrag zuordnen noch wie ich ihn nennen soll. Detox-Tees? Abnehm-Tees? Aber im Endeffekt werdet ihr eh verstehen, worum es hier gehen soll.

Ich schreibe diesen Beitrag aus gegebenem Anlass, denn jetzt wurde auch ich von einem Hersteller eines solchen Tees angeschrieben, da ihnen mein gesundheitsorientierter Instagram-Account so gut gefällt und meinen Followern dieser Tee mit Gewissheit gut gefallen würde. Deshalb würde ich eine 2-wöchige Teekur gratis bekommen, sofern ich einwillige, einige Anforderungen zu erfüllen.

Diese Anforderungen lauten wie folgt: „Sobald du den Tee erhalten hast, postest du ein Bild von dir selbst in Sportbekleidung vor einem neutralen Hintergrund mit beiden Tee-Packungen.  In der Bildunterschrift schreibst du wie sehr du den Tee und seine positiven Auswirkungen – keinen Blähbauch mehr, bessere Verdauung, mehr Energie, usw.- magst.“

Ich soll also Werbung für einen Tee machen, der 18€ bzw. 30€ kostet. Und das, bevor ich ihn überhaupt probiert habe. Aber vielleicht würde ich einen Shoutout auf den Social-Media-Accouts dieses Herstellers bekommen…

Aber will ich das? Zum einen pfeife ich natürlich auf diesen Shoutout. Zum anderen trinke ich bestimmt keinen Tee, der nach Aussage einer guten Freundin „Brechreiz“ auslöst. Außerdem möchte ich keine Werbung für Produkte machen, hinter denen ich nicht stehe. Ich habe die verrücktesten Dinge über diese Tees gelesen: sie drücken z.B. den Hunger. Es wurde sogar mal einsehr pikanter Fall auf Instagram bekannt: Einer Bloggerin sollte ein solcher Tee zugeschickt werden aber kam nie an. Warum? Er hat es nicht durch die Zollkontrolle geschafft, weil in Deutschland nicht zugelassene Substanzen enthalten waren.

Und das soll ich „meinen Mädels“ empfehlen? Sicherlich nicht.

Leider sieht man diese Tees mittlerweile ständig auf Instagram. Und das vor allem zusammen mit wunderschönen, schlanken Frauen. Sie machen Werbung für einen Abnehm-Drink, den sie womöglich niemals gesponsert bekämen, wenn sie anders aussehen würden. Denn das wiederum würde sich für die Hersteller nicht rechnen. Aber merkt ihr es? Diese Frauen sind auch ohne diese Tees schlank geworden. Das heißt, dieser Tee hat ihnen nicht dabei geholfen, ihren tollen Körper zu „formen“.

Ich finde es sehr schade. Nur weil es ein Produkt umsonst gibt, sollte man nicht sofort promoten, sondern kritisch hinterfragen. Auch dann nicht, wenn man dafür bezahlt wird (ja, einige werden pro Tee-Bild bezahlt.) Würde ich euch Abnehm-Tabletten empfehlen? Nein. Abnehm-Supplements? Nein. Warum also einen Tee? Ich könnte es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, wenn junge Mädels sich Tee für 20-40€ aus dem Ausland bestellen und im schlimmsten Fall auch noch strafrechtlich in Erscheinung treten.

Stattdessen empfehle ich euch, darüber nachzulesen, welche Lebensmittel in Kombination zu „Bloating“ führen. Die Tee-Trinker sollten sich mal einen guten Brennnessel-Tee anschaffen, der entgiftet auch. Und für alle: hinterfragt was ihr auf Instagram seht. Ich denke, kein Tee auf der Welt ist so viel Wert. Wenn ihr mal 20€ übrig haben solltet, schnappt euch lieber eure beste Freundin und ladet sie ins Kino ein.

Pic Perfect

Ach, es ist so nervig und wir kennen es alle: man zaubert ein wunderschönes Gericht und möchte es gern fotografieren um das schöne Bild mit ganz vielen lieben Menschen teilen… man knippst also sein Tellerchen, fängt an zu essen und sobald man das Bild anschaut, ist man enttäuscht, denn irgendwie sieht es auf dem Foto bei weitem nicht so appetitlich aus wie in echt.

Deshalb möchte ich euch hier mal erklären, wie ihr ganz easy schöne und vor allem ästhetische Bilder mit eurem Smartphone (ich selbst nutze ausschließlich mein iPhone 5 für Instagram) zaubern könnt.

1. Die Belichtung

Sofern es irgendwie möglich ist, solltet ihr eure Fotos bei Tageslicht machen! Bei künstlichem Licht sieht das Essen leider nie wirklich appetitlich aus und die Bildqualität leidet ungemein.

Seid ihr draußen und die Sonne scheint, solltet ihr euch dennoch ein schattiges Plätzchen suchen. Überbelichtete Bilder sehen auch nicht besonders schön aus und sind schwerer nachzubearbeiten. Wichtig bei dem Schattenplatz ist, dass es „einheitlich schattig“ ist, damit ihr keine „hellen Flecken“ auf eurem Bild habt.

2. Der Hintergrund

Für mich persönlich ist eine gewisse Konstanz wichtig, weshalb ich fast alle Fotos von meinem Essen auf dem Holzfußboden meines Balkons aufnehme. Ich finde, dass es dem Instagram-Account Einheitlichkeit und damit Ruhe gibt, wenn der Hintergrund nicht allzu oft wechselt. Wer einen Garten zur Verfügung hat, kann natürlich auch die unterschiedlichen Pflanzen als Hintergrund nutzen oder sein Essen auf dem Rasen platzieren. Da alles grün ist, wäre auch hier eine gewisse Vereinheitlichung vorhanden. Wichtig ist nur, dass weiterhin das Essen im Vordergrund steht und nicht Muttis Tulpen.

Ab und zu mal was anderes als der gewohnte Hintergrund ist natürlich auch super und setzt Akzente!

Tipp: Wer keinen superschönen Holzfußboden oder Rasen zur Verfügung hat, kann sich nach ein paar schönen Tischsets oder Geschirrtüchern umschauen und diese als Unterlage nutzen. Schaut doch z.B. mal bei Buttlers vorbei!

3. Das Fokussieren

Ich sehe es oft bei Instagram: neben dem Essen noch schnell ein paar frische Blumen aufgestellt um dem Bild etwas mehr Charme zu verleihen – eigentlich gar keine schlechte Idee! Aber warum sollte man die Blumen fokussieren und nicht das Essen? Ich persönlich abonniere keine Accounts wegen ihrer Tischdekoration. Also Leute: der Fokus eures Essens sollte immer auf dem Essen selbst liegen.

Tipp: Diesen Hinweis braucht ihr vor allem für die Nachbearbeitung! Wenn ihr so wie ich ein Smartphone habt, das eine Fokussier-Funktion hat, dann nutzt (!) diese auch. Und zwar legt ihr den Fokus nicht auf den dunkelsten Teil eures Bildes, sondern immer auf den hellsten! Man neigt ja dazu, das Dunkelste zu fokussieren, weil dann das gesamte Bild heller wird (so entstehen ja auch diese extrem überbelichteten Selfies…), aber so bekommt ihr unglaublich viele weiße Pixel auf eurem Bild, die auch in der Nachbearbeitung weiß bleiben. Einfacher ist es, später ein etwas dunkleres Bild aufzuhellen.

4. Das Nachbearbeiten

Kommen wir zur Nachbearbeitung. Als Apple User kann ich die großartige App „Afterlight“ benutzen und möchte sie nicht mehr missen. Sie ist leider nicht gratis und hat als ich sie mir gedownloadet habe 0,89€ gekostet. Definitiv eine lohnenswerte Investition!

Welche App für Android-User taugt, kann ich leider nicht sagen. Wichtig ist vor allem, dass sie die Bilder nicht (!) verpixelt und die im Folgenden erklärten Funktionen aufbringt.

Kommen wir nun zu meinen Bearbeitungsschritten:

a) Aufhellen

Wie bereits erklärt, ist es leichter, ein gutes Bild aufzuhellen als es abzudunkeln. Sowohl schwarze als auch weiße Pixel lassen sich im Nachhinein nicht mehr verändern und eine große weiße Fläche, wo eigentlich leckerer Soja Joghurt sein sollte, ist einfach nicht hübsch.

Habt ihr also brav das hellste Objekt fokussiert (es sei denn, es sollte bewusst etwas anderes scharf gestellt sein), dann könnt ihr euer Bild nun ein wenig aufhellen.

 image-9

b) Schärfe regulieren

Afterlight gibt einem sogar die Möglichkeit, das Bild noch schärfer zu bekommen, also los!

 image-10

c) Sättigen

Das Fotografieren, Aufhellen und die Schärfe-Regulierung haben eurem Fotomotiv Sättigung geraubt, also dreht sie auf. Achtet darauf, dass es noch natürlich aussieht und eure Erdbeeren nicht so grell werden, dass sie einem in den Augen beißen, aber seid mutig.

 image-8

d) Temperatur

Wer mag, kann auch noch ein wenig an der Temperatur des Bildes arbeiten. (Bei Portraits bin ich generell dafür!) Dabei kann es aber passieren, dass weiße Sachen eher gelb aussehen, also achtet darauf, wie sehr ihr es nutzt.

         Im Übrigen bin ich kein großer Fan von fertigen Filtern! Versucht es lieber einmal hiermit! 🙂

4. Das Fotografieren selbst

Wer kein ruhiges Händchen hat, sollte sich beim Fotografieren übrigens abstützen um unnötiges Bildrauschen und Unschärfen zu vermeiden.

5. Der letzte Schliff

Ich setze ja auf jedes meiner Bilder noch ein Wasserzeichen. Das mache ich nicht nur, weil sie gern mal geklaut werden und mir dafür keine Credits gegeben werden, sondern auch, weil ich finde, dass es den Bildern eine gewisse Professionalität verleiht. Dafür nutze ich die App „Phonto“. Die kann eigentlich nichts außer Beschriften und ist kostenlos. Ihr großer Vorteil gegenüber anderen ist aber vor allem, dass sie das Bild nicht nachträglich verpixelt – es gibt für mich wirklich nichts Nervigeres!

6. Quotes und Overlays

Wenn ich gerade mal eine tiefsinnige Phase habe, poste ich ja auch gern mal ein schönes Zitat. Dafür benutze ich die App mit dem grandiosen Namen „WordSwag“ (auch kostenpflichtig).

Overlays (wie die Pfeile auf den Bildern oben) mache ich momentan sehr gern mit „A beautiful mess“ (ABM). Früher habe ich ein eher aufwendigeres Verfahren mit „Superimpose“ genutzt, was jedoch mehr Möglichkeiten bietet, weil man sich die Overlays selbst zusammen sammeln muss. Mittlerweile verschlechtert aber auch ABM die Bildqualität nicht mehr beachtlich, so dass es eine nette, einfache Alternative ist!

Meine Lieben, ich hoffe, ich konnte euch hiermit ein wenig helfen und freue mich schon sehr auf eure vielen tollen Bilder! Verlinkt sie doch mit #laurelbreath und @laurelbreath (am liebsten natürlich in der Bildunterschrift) und ich werde die Schönsten fitness-, vegan- und gesundheitsbezogenen Bilder auf meinem Instagram Account veröffentlichen!

xx, Lara