Raw Til 4 Meal Plan

Erdbeeren1-2This is an example of what you can eat on a raw till 4 diet. Everything is only suggestions and NOT a strict plan that you have to stick to. If you feel like eating more, eat more – this is a lifestyle of abundance and carbs can’t make you fat. If you don’t like having 8 bananas, replace them with a different fruit that you actually like.

I am neither a nutritionist, nor a specialist. This is what probably what I would eat in five days. I suggest you drink 1 liter of water after waking up and around 2 more liters throughout the day. Go to bed early and get at least 8h of sleep. Exercise at least every other day. Carb the fun up!

DAY 1

Morning: Smoothiebowl of 8 bananas, 2 handful of spinach, topped with berries and some mango

Lunch: Monomeal of your favorite fruit, e.g. plums/apples/khakis/mango/oranges; eat as much as you like and aim for at least 800 calories

Dinner: 200g corn pasta with a homemade sauce: cook ½ small pumpkin, 1 large carrot, blend it with dates or 1 tbsp coconut sugar and basil

DAY 2

Breakfast: 7 banana smoothie with 250g frozen berries and vanilla stevia drops

Lunch: Raw vegan apple pie made of 3 bananas, 12 dates, 2 apples and cinnamon

Dinner: 1000g potatoes (or sweet potatoes if you like), cut into thin slices and baked in the oven until crispy. Serve with lots of greens and a pumpkin sauce made with ½ the pumpkin from yesterday’s dinner and some herbs

DAY 3

Breakfast: 12 fresh and juicy oranges, either you juice them or you eat them as they are

Lunch: Nicecream: 8 half frozen bananas, vanilla stevia drops and lots of berries top it with

Dinner: Eating out today! Always go for a high carb low fat main calorie source such as rice, pasta etc. Ask for no fat and no salt in your dish. Options could be vegan pizza (just ask for lots of veggies instead of cheese, it’s really delicious), vegan sushi / a pasta dish with fresh veggies and sauce without any cream / rice curry (add tofu if you like)

DAY 4

After having a usually more oily and more salty dish the night before, treat your body with a fully raw day. Just like anything else, this is optional. If you don’t feel like eating raw throughout the day, just stick to your cooked dinners.

Breakfast: Datorade! Soak about 20 dates in warm water, add some stevia drops or coconut sugar if you like and blend until smooth.

Lunch: Fruit plate with bananas, grapes, persimmons and dates (aim for 800 calories or more!)

Snack: As much fruit as you desire

Dinner: At least 300g of greens such as romaine lettuce, spinach, kale etc. Add 1 spiralized zucchini, cucumber, tomatoes, edamame, string beans, bell peppers and ¼ avocado if you like. Add a dressing made of 1 mango, lemon juice and some raw nuts.

DAY 5

Breakfast: Melon party! Melons should always be eaten by themselves and as the first thing in the day. Eat as much as you can!

Lunch: Liquid chocolate cake aka 7 bananas, 2 tbsp carob powder, coconut sugar, topped with berries and 1 kiwi

Dinner: Veggie stir fry with 1 cup garbanzo beans and 150g rice. As a side you can have some creamy mushroom potato soup with basil and your favorite fresh herbs. Add greens!

by Melina

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Abnehm-Tees

So richtig weiß ich weder, welcher Kategorie ich diesen Beitrag zuordnen noch wie ich ihn nennen soll. Detox-Tees? Abnehm-Tees? Aber im Endeffekt werdet ihr eh verstehen, worum es hier gehen soll.

Ich schreibe diesen Beitrag aus gegebenem Anlass, denn jetzt wurde auch ich von einem Hersteller eines solchen Tees angeschrieben, da ihnen mein gesundheitsorientierter Instagram-Account so gut gefällt und meinen Followern dieser Tee mit Gewissheit gut gefallen würde. Deshalb würde ich eine 2-wöchige Teekur gratis bekommen, sofern ich einwillige, einige Anforderungen zu erfüllen.

Diese Anforderungen lauten wie folgt: „Sobald du den Tee erhalten hast, postest du ein Bild von dir selbst in Sportbekleidung vor einem neutralen Hintergrund mit beiden Tee-Packungen.  In der Bildunterschrift schreibst du wie sehr du den Tee und seine positiven Auswirkungen – keinen Blähbauch mehr, bessere Verdauung, mehr Energie, usw.- magst.“

Ich soll also Werbung für einen Tee machen, der 18€ bzw. 30€ kostet. Und das, bevor ich ihn überhaupt probiert habe. Aber vielleicht würde ich einen Shoutout auf den Social-Media-Accouts dieses Herstellers bekommen…

Aber will ich das? Zum einen pfeife ich natürlich auf diesen Shoutout. Zum anderen trinke ich bestimmt keinen Tee, der nach Aussage einer guten Freundin „Brechreiz“ auslöst. Außerdem möchte ich keine Werbung für Produkte machen, hinter denen ich nicht stehe. Ich habe die verrücktesten Dinge über diese Tees gelesen: sie drücken z.B. den Hunger. Es wurde sogar mal einsehr pikanter Fall auf Instagram bekannt: Einer Bloggerin sollte ein solcher Tee zugeschickt werden aber kam nie an. Warum? Er hat es nicht durch die Zollkontrolle geschafft, weil in Deutschland nicht zugelassene Substanzen enthalten waren.

Und das soll ich „meinen Mädels“ empfehlen? Sicherlich nicht.

Leider sieht man diese Tees mittlerweile ständig auf Instagram. Und das vor allem zusammen mit wunderschönen, schlanken Frauen. Sie machen Werbung für einen Abnehm-Drink, den sie womöglich niemals gesponsert bekämen, wenn sie anders aussehen würden. Denn das wiederum würde sich für die Hersteller nicht rechnen. Aber merkt ihr es? Diese Frauen sind auch ohne diese Tees schlank geworden. Das heißt, dieser Tee hat ihnen nicht dabei geholfen, ihren tollen Körper zu „formen“.

Ich finde es sehr schade. Nur weil es ein Produkt umsonst gibt, sollte man nicht sofort promoten, sondern kritisch hinterfragen. Auch dann nicht, wenn man dafür bezahlt wird (ja, einige werden pro Tee-Bild bezahlt.) Würde ich euch Abnehm-Tabletten empfehlen? Nein. Abnehm-Supplements? Nein. Warum also einen Tee? Ich könnte es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, wenn junge Mädels sich Tee für 20-40€ aus dem Ausland bestellen und im schlimmsten Fall auch noch strafrechtlich in Erscheinung treten.

Stattdessen empfehle ich euch, darüber nachzulesen, welche Lebensmittel in Kombination zu „Bloating“ führen. Die Tee-Trinker sollten sich mal einen guten Brennnessel-Tee anschaffen, der entgiftet auch. Und für alle: hinterfragt was ihr auf Instagram seht. Ich denke, kein Tee auf der Welt ist so viel Wert. Wenn ihr mal 20€ übrig haben solltet, schnappt euch lieber eure beste Freundin und ladet sie ins Kino ein.

Die Kunst zu Essen

Watercolored Oatmeal

Watercolored Oatmeal

Dass Essen wahre Kunst sein kann, wissen wir spätestens, seit wir in einem gehobenen Restaurant essen waren und mehrere wunderschön angerichtete Gänge präsentiert bekommen haben. Oder aber seit wir im Urlaub an dem Obst-Buffet vorbei geschlendert sind und kunstvoll verzierte Melonen uns beeindruckt haben. Oder ganz einfach: durch Instagram.

Ich persönlich muss zugeben, dass ich Ästhetik liebe und ganz besonders ästhetisches Essen. Ich esse im Winter zwar gern mal „matschigen“ Eintopf, noch besser schmeckt er mir allerdings, wenn ein paar frische Kräuter und farbenfrohe Gewürze darauf drapiert sind.

Aber warum ist das so? „Das Auge isst mit“ ist eine Redewendung, die wir alle schon mal gehört haben. Und es stimmt sogar. Natürlich schmeckt unansehnliches Essen genauso gut wie schön angerichtetes Essen, aber es unterscheidet sich eben doch: es stimuliert unser Gehirn nicht. Wer Schönes isst, belohnt sich unterbewusst. Außerdem empfinden wir einen immer unterschiedlich dekorierten Haferbrei (oder wie ich ihn nenne: Oatmeal) viel aufregender als das immer gleiche Müsli. Das wiederum hilft uns dabei, unserer „Diät“ treu zu bleiben. Was „ästhetisch“ ist, hängt natürlich von dem persönlichen Empfinden ab. Dabei sollte kein Kochbuch o.ä. als Vorlage dienen. Auch sollte man keine unrealistische Erwartungen an die Optik von Essen stellen.

Aber sind wir mal ehrlich: wer startet nicht gern mit einem schönen Frühstück in den Tag?

Viele Menschen haben jedoch keine Zeit, 5 Minuten ihres Morgens der „Dekoration“ zu widmen. Oder zumindest denken sie es. Die meisten stehen auf, huschen unter die Dusche, machen sich in Windeseile fertig, schnappen sich irgendetwas, das ganz schnell zu essen ist und rasen dann zu Bus, Bahn oder Auto, um in die Schule, Uni oder zur Arbeit zu hetzen. Einige frühstücken gar nicht oder erst dann, wenn sie angekommen sind. Und wieder andere machen auf dem Weg bei einem Bäcker oder Imbiss halt und holen sich dort ihr Frühstück.

Für uns selbst fühlt sich das vielleicht gar nicht so schlimm an. Im Gegenteil: wir haben gerade noch rechtzeitig zum Vorlesungsbeginn Platz genommen. Wir können unser To-Go-Frühstück vom Bäcker heimlich unter unserem Tisch verputzen und wenn wir uns beeilen, können wir nebenbei auch noch die ersten Folien des Professors genau studieren. Eigentlich könnten wir sogar stolz auf uns sein.

Ja, eigentlich. Denn eigentlich ist genau das überhaupt nicht gut für uns. Unser Magen hat eh schon mit einer ganzen Menge Mist zu kämpfen. Durch viele Lebensmittel (v.a. Milchprodukte, Fleisch) wird er stark übersäuert. Er muss, während er beschäftigt ist, Getreide (Brötchen), Gemüse (Gurke, Salat) und Milchprodukte (Käse, Butter, Remoulade) zu trennen, um sie optimal zu verdauen, versuchen, seine Flora wieder zu neutralisieren. Außerdem hat er mit den großen Happen zu kämpfen, denn Zeit zum Kauen hatten wir unter dem Uni-Tisch kaum. Aber Kauen wäre ja ohnehin viel zu auffällig gewesen.

All das ist auf Dauer nicht gesund. Und das erste Anzeichen dafür sollte sein, dass wir ziemlich müde werden, sobald wir fertig gegessen haben. – Weil unser Körper so früh am Morgen schon einen richtigen Kraftakt leisten musste.

Wie wäre es also, abends mal ein Buch zu lesen, anstatt das immer gleiche Programm im Fernsehen zu schauen und sich beim ins Bett gehen darüber zu ärgern? Wer tagsüber einen vollen Terminkalender hat, sollte am frühen Abend Sport machen, in Ruhe duschen gehen und sich dann mit einem guten Buch (z.B. „Gabel statt Skalpell“) ins Bett legen. Der Körper braucht Ruhe und –auch wenn das eigentlich jedem bewusst sein sollte-: wer früher schläft, kann morgens leichter aufstehen.

Zwanzig Minuten für das Frühstück einzuplanen reicht meistens vollkommen und es macht den Tag direkt viel entspannter – trotz des früheren Aufstehens. Nutzt die Zeit, die ihr damit verbringt, euch etwas Leckeres zu zaubern, indem ihr euren Tag innerlich strukturiert. Das hat zwar ein bisschen was von „Meditation“, aber es bringt Struktur in euren Alltag.

Und wer jetzt immer noch sagt, dass er zwanzig Minuten zu lang findet, weil er ein riesiger Morgenmuffel ist, sollte sein Frühstück abends zwischen Duschen und Buch lesen vorbereiten. Macht euch ein Overnight-Oatmeal oder einen Chiapudding. Oder schneidet euch schonmal das Obst vor (z.B. eine halbe Melone), das ihr morgens als Rohkost-Frühstück verputzen wollt. Aber plant genug Zeit ein um ordentlich zu essen. Und zwar nicht nur für das Frühstück, sondern für alle Mahlzeiten. Mit Kauen und Genießen. Schlingen ist ab sofort verboten.

801010 / Rawtill4 Basics (by Melina)

Ich (Melina) ernähre mich nach dem 801010 Prinzip/Lifestyle/Ernährung oder wie man es auch nennen will. Bevor wir dazu kommen, wie mein Weg dorthin gestartet hat, klären wir doch erst mal die Basics.

Was ist 801010?

Im Grunde ist es für mich das, was man schon raushören kann – eine Ernährungsweise bei der man 80% seiner Energie aus Kohlenhydraten bezieht, der Rest kommt zu jeweils 10% von Fett und Eiweiß. Jedoch verstehen viele Menschen darunter auch etwas anderes, nämlich eine Ernährung die komplett auf Rohkost basiert, entstanden durch das gleichnamige Buch „801010“ von Dr. Douglas Graham. 

Was ist Rawtill4?

Before: Low-Carb-Diät verbunden mit Kalorienzählen; After: Rawtill4-Diät, kein Kalorienzählen

Before: Low-Carb-Diät verbunden mit Kalorienzählen; After: Rawtill4-Diät, kein Kalorienzählen

Ich selbst ernähre mich nicht zu 100% roh, sondern esse meist ein gekochtes Abendessen. Für mich ist der Lifestyle somit einfach leichter aufrecht zu erhalten, ich verzichte auf nichts und kann auch ganz easy abends zum Essen mit Freunden und Familie ausgehen. Das Raw till 4 (Roh bis 4 Uhr) Prinzip wurde vor allem von Freelee the Bananagirl bekannt gemacht.

Hauptsächlich geht es darum, wie oben schon erwähnt, bis zum Abendessen rohes Obst und Gemüse zu essen. Jedoch ist es bei dieser Ernährungsweise üblicher, viel Obst zu essen, da es eher schwierig wäre seinen Energiebedarf an Sellerie und Kopfsalat zu decken und man so auch schön viel Fruktose aufnimmt.

Wie funktioniert Rawtill4?

Viele Menschen sagen, sie seien „süchtig“ nach Zucker und Kohlenhydraten. Was die meisten nicht wissen, ist, dass unser Körperzellen hauptsächlich mit Glukose „laufen“, einfach verwertbarer Energie. Jeder kennt dieses „Zucker High“, das man bekommt, nachdem man Traubenzucker vor einer Klausur gegessen hat. Unser Gehirn schüttet Serotonin aus, welches uns glücklich macht und ein Hochgefühl verleiht. Wenn du dich nach 801010 ernährst, sind so viele Kohlenhydrate am Tag erlaubt wie du nur möchtest (aber bitte hauptsächlich aus rohem Obst und Gemüse). Ich selbst zum Beispiel esse täglich um die 600g Kohlenhydrate, mal mehr, mal weniger.

Worauf sollte man bei 801010 achten?

  • Halte das Fett so niedrig wie möglich! Es variiert von Person zu Person, jedoch sollten 10% Fett wirklich das Maximum darstellen.
  • Informiere dich über die Wissenschaft hinter High Carb!
  • Iss’ dein Obst wenn es reif ist! Unreife Früchte enthalten noch nicht genug Fruchtzucker und sind weniger leicht verdaulich. Zudem kann der Körper viele Vitamine, die in der jeweiligen Frucht enthalten ist, erst aufnehmen, wenn der volle Reifegrad erreicht ist.
  • Vegan ist die Grundvoraussetzung! Um mehr Gründe zu erfahren, weshalb vegan großen Sinn macht, klicke hier.

Aber machen Kohlenhydrate nicht dick?

„Abends einfach auf’s Brot verzichten“, „Nudeln sind böse“ und „am besten hauptsächlich Protein zu sich nehmen“ sind Geschichten, die man in jedem Frisörsalon um die Ecke aus einem Frauengespräch heraushören kann. Viele Menschen beschränken sich und zählen auch ihre Kalorien um Gewicht zu verlieren. ABER:

 Kalorien sind nicht gleich Kalorien!

Möhren 1Stell dir jemanden vor, der seinen Tagesbedarf an Nährstoffen durch Proteinshakes (in denen wohlbemerkt ziemlich viel Chemie steckt) und günstigem Geflügel deckt und jemanden, der den ganzen Tag Karotten und Brokkoli isst. Was meinst du, wer in zehn Jahren gesünder ist, leistungsfähiger und besser aussieht?

Ich denke jeder kennt die Antwort unterbewusst. So viele Menschen halten aber noch am Prinzip der Kalorienbeschränkung fest, da sie so einfach zu zählen sind. Auch viele Kraftsportler achten einzig und allein auf ihre Macros, die Qualität der Nahrung tritt dabei leider oft in den Hintergrund. Wenn’s noch in die Macros passt, darf’s auch gern noch ein Döner sein…

Der 801010 Lifestyle verspricht aber etwas Großartiges: Freiheit von dieser Einschränkung-und zwar für immer.

Nur so nebenbei – ich zähle Kalorien höchstens um sicherzugehen, dass es auch genug sind. Mindestens 2500 wird für Frauen täglich empfohlen, für Männer 3000 und bei sportlicher Betätigung auch gerne mehr.

Nun sage ich nicht, dass es unmöglich ist, bei dieser Ernährungsweise Gewicht zuzunehmen. Gerade wenn man seine Nahrungs- und/oder Kohlenhydratzufuhr früher zu stark reduziert hat, ist es nicht unwahrscheinlich, dass man zu Beginn ein paar Kilo zunimmt. Letztendlich pendelt sind das aber nach einiger Zeit ein und man kommt zu seinem natürlichen, gesunden Gewicht.

Vorteile von 801010

  • Unglaublich viel mehr Energie und Leistungsfähigkeit
  • Du isst so viel wie du möchtest und nimmst nicht zu/verlierst eventuell Gewicht
  • Deine Verdauung funktioniert wie ein D-Zug (Hallo Bikinifigur 365 Tage im Jahr)
  • Dein Immunsystem wird gestärkt
  • Heilung bzw. Vorbeugung von vielen Krankheiten, wie z.B. Osteoporose, Übergewicht, Diabetes Typ 2 (trotz unheimlich viel Fruchtzucker), Krebs, Akne, Bluthochdruck, zahlreiche Herzkrankheiten, Ekzemen, Schilddrüsenerkrankungen (…)

Kommentar von Lara: bevor jemand diese Aussage in Frage stellen möchte, informiert euch bitte zunächst! Um einige Beispiele zu nennen: Prostatakrebs ist in Gesellschaften, in denen keine Milch verzehrt wird, quasi unbekannt. Auch wurde bei Ureinwohnern noch nie Akne, Diabetes oder Osteoporose festgestellt, was unmittelbar auf ihre Ernährung zurückzuführen ist. Zwar essen sie größtenteils auch Fleisch, aber das Verhältnis von Protein und Kohlenhydraten in ihrer Nahrung unterscheidet sich erheblich von dem der „normalen europäischen Ernährung“. Auch ist Übergewicht ein Phänomen, dass lediglich bei Menschen und den von uns gefütterten Tieren (Hunde, Katzen, Geflügel, usw.) zu beobachten ist. Meine Buch- oder auch Filmempfehlung hierzu: Gabel statt Skalpell!

  • Nie wieder Kalorien zählen!
  • Essen zuzubereiten war noch nie so einfach
  • Völlig neue Geschmackserlebnisse
  • Es ist eine Ernährungsweise, die du dein ganzes Leben so weiterführen kannst

Wir hoffen, dieser Beitrag hat euch gefallen. Kommentiert doch einfach, wenn ihr noch weitere Fragen habt und schreibt uns, was ihr in Zukunft lesen wollt! Auch ich, Lara, stelle meine Ernährung gerade langfristig auf 801010/rawtill4 um. Oft schaue ich auf Melinas Instagram Account und suche mir da schöne Ideen für mein Essen!

Sweets for my sweets, sugar for my honey…

Wer sich ein bisschen mit Ernährung auseinander setzt und so wie ich gern Kochbücher oder „Ernährungsratgeber“ liest, weiß, dass es mittlerweile sehr viele Arten gibt, Speisen zu süßen. Bei vielen Zucker-Alternativen weiß man allerdings gar nicht mehr genau, woraus sie bestehen oder warum sie eigentlich gesund sein soll.

Einige Varianten, die ich selbst für gesund halte, möchte ich euch in diesem Beitrag vorstellen.

Agavendicksaft

Agavendicksaft wird aus der Agaven-Pflanze gewonnen. Es ist ein natürliches Süßungsmittel, das aus durchschnittlich 9 Fructose- und 1 Glucoseeinheit besteht und sogar noch süßer als normaler Zucker ist. Darüber, ob Agavendicksaft wirklich gesund ist oder noch schädlicher als herkömmlicher Industriezucker, streiten sich „Experten“ und solche, die es gern sein wollen (dubiose Internetseiten, Blogger, usw.).

Ich persönlich habe Agavendicksaft seit Attila Hildmanns „Vegan for Fit“ sehr gern benutzt, jedoch meinen Verbrauch stark reduziert. Mittlerweile süße ich meine Smoothies lieber mit Datteln und meine Speisen oder Desserts mit Kokosnussblütenzucker, aber dazu gleich.

Ihr findet Agavendicksaft z.B. in größeren Supermärkten, Reformhäusern oder in Drogerien. Ich kaufe ihn am liebsten bei Rossmann, da stimmt für mich das Preis-Leistungs-Verhältnis.

Datteln

Datteln sind eine super tolle Möglichkeit Smoothies und Desserts (wie z.B. Mousse au Chocolat) zu süßen. Immer wenn ich sie sehe oder benutze, denke ich „das sind sie, Mutter Natur’s Süßigkeiten für uns“ und freue mich, dass sie mir so gut schmecken.

Datteln sind reich an Mineral- und Ballaststoffen. Durch den Entzug von Wasser bleiben Calcium, Eisen, Kalium und Magnesium in konzentrierter Höhe in den getrockneten Datteln zurück und versorgen euch somit mit vielen wichtigen Nährstoffen.

Besonders beliebt sind z.B. die Medjool-Datteln, die ich selbst aber noch nie probiert habe. Ich kaufe meine Datteln meistens im Supermarkt oder im Reformhaus. Wenn sie im Angebot sind, auch gern auf Vorrat.

Honig

Einmal vorweg: für sehr viele Veganer ist Honig nicht vegan. In einigen veganen Rohkost-Kochbüchern wird er dennoch empfohlen und auf die Zutatenlisten gesetzt. Ich persönlich verzehre keinen Honig mehr, obwohl ich ihn für gesund halte, da er antibakteriell wirkt und das Immunsystem stärkt. Solltet ihr Honig verwenden wollen, dann kauft ihn bitte bei einem guten Imker.

Kokosnussblütenzucker

Kommen wir zu meinem neusten Liebling – dem Kokosnussblütenzucker! Ich finde diesen Zucker unglaublich lecker und aromatisch, er schmeckt sehr karamellig und mild! Außerdem erinnert er mich etwas an Malz.

Kokosnussblütenzucker kommt überwiegend aus Indonesien und wird dort aus dem Kokosnektar, also dem Saft der Kokosnussblüte, gewonnen. Diese Zucker-Alternative ist reich an Vitaminen (B1, B2, B3, B6 und C) sowie Nährstoffen (Eisen, Kalium, Zink, Magnesium). Sein glykämischer Index (GI) liegt mit 35 deutlich unter dem von handelsüblichem Zucker (65) und Honig (55). Zur Erinnerung: Der GI gibt in Zahlen die blutzuckersteigende Wirkung eines Stoffes an.

Ich habe meinen Kokosnussblütenzucker übrigens im Reformhaus gekauft. Man kann ihn sicherlich auch günstig im Internet bestellen, allerdings wollte ich ihn aber erst ausprobieren, ehe ich größere Mengen anschaffe.

Kokosnussblütenzucker

Kokosnussblütenzucker

Stevia

Seit Ende des Jahres 2011 ist Stevia als Süßstoff in der EU zugelassen und wird sowohl von Unternehmen als auch von Verbrauchern gern und häufig verwendet. Stevia enthält Antioxidanzien aber so gut wie gar keine Kalorien. Stevia fördert die Kariesbildung nicht (ganz anders als Industriezucker) und wirkt ebenso wie Honig antibakteriell.

Ich selbst habe mir Stevia noch nie gekauft, aber ich glaube es gibt Stevia in großen Supermärkten und Reformhäusern.

Fazit

Ihr seht, nicht jeder „Zucker“ ist schlecht. Während normaler Zucker lediglich „leere Energie“ ist, sind die oben genannten Varianten vollwertige Nährstofflieferanten und können –in Maßen verzehrt- ohne schlechtes Gewissen genossen werden.

Meine persönlichen Favoriten sind definitiv Datteln und Kokosnusszucker. Besonders Datteln benutze ich sehr gern um mein Bananeneis oder Smoothies zu süßen. Den Kokosnusszucker werde ich zukünftig für selbstgemachte Milch (z.B. Haselnussmilch), Desserts und Gebäck benutzen.

„Und wo bekommst du dein Protein her?“

Nicht selten bekomme ich Nachrichten mit in etwa diesem Inhalt: „Ich esse nun seit einem Jahr vegetarisch und möchte nun seit einigen Monaten ganz vegan umsteigen, aber ich weiß einfach nicht wie und überhaupt ist es so schwierig, weil…“ oder auch „Ich möchte gern vegan werden, aber ich habe Angst vor den Reaktionen meines Umfeldes“.

Aber warum? Warum sollte es schwer sein, vegan zu werden? Und wieso wissen so viele nicht, wie sie mit den zum Teil negativen Reaktionen ihres Umfeldes umgehen sollen?

Ihr Lieben, in diesem Blogpost möchte ich euch ein paar häufig gestellte Fragen und Aussagen beantworten und die Berührungsängste vor einer Lebensumstellung nehmen.

„Und was soll das alles?“

Veganern wird grundsätzlich grenzenlose Arroganz vorgeworfen. Ich selbst merke recht oft, dass Menschen schlecht von mir denken, weil ich Veganerin bin. Wahrscheinlich verstehen sie meine Beweggründe nicht und sind einfach zu uninformiert.

Für mich persönlich ging es niemals darum, ein besserer Mensch zu werden. Dennoch waren meine Beweggründe, vegan zu werden, zu keiner Zeit „egoistisch“. Ich war lange Zeit Vegetarierin, weil ich es nicht mehr übers Herz bringen konnte, dass Lebewesen für mich sterben müssen. Umso mehr ich mich informiert habe, desto inkonsequenter erschien mir die vegetarische Ernährungsweise. Denn nicht nur für Fleisch selbst, sondern auch für Milch und Eier sterben Tiere.

Damit wir Menschen die Milch der Kühe trinken können, werden ihnen schnellstmöglich die Kälbchen entrissen. Männliche Kälbchen werden oft zeitnah geschlachtet (Hallo, Kalbsbraten!), deren Mägen werden zu „Lab“ verarbeitet und Käse beigesetzt (was bedeutet, dass es sehr viele Käsesorten gibt, die nicht vegetarisch sind!). Männliche Küken werden für die Eiproduktion nicht gebraucht und deshalb nach dem Schlüpfen lebendig (!) in einen Häcksler geworfen oder vergast.

Hinzu kommt, dass die Massentierhaltung verheerende Auswirkungen auf unsere Umwelt hat. Wälder werden abgeholzt, damit Futterpflanzen angebaut werden können (rund 98% der Sojapflanzen wird für Massentierhaltung angebaut) und Trinkwasser, das in so vielen Ländern fehlt, für die Tierhaltung aufgewendet. Man sagt, dass für 1 Kilogramm Rindfleisch rund 5000 – 20.000 Liter verbraucht werden, während man für die Herstellung von 1 Kilogramm Getreide nur 1500 Liter benötigt. Zudem verseuchen die Ausscheidungen der Tiere unser Grundwasser.

Schlussendlich gibt es da noch die „egoistischen“ Gründe, vegan zu werden. Es ist nicht nur unnatürlich die Muttermilch einer anderen Tierart zu trinken, sondern auch noch ungesund. Tiere werden vollgepumpt mit Medikamenten und Hormonen, auf dem Weg in die Schlachthäuser und vor dem Schlachten selbst schütten sie endlos viele Stresshormone aus, die der Mensch mitkonsumiert. Milch und Eier sind Nahrung für Babies, die ihre Größe innerhalb kürzester Zeit mehr als verdoppeln. Es hat einen Grund, warum Babies abgestillt werden. Nach dem Abstillen verlieren Menschen die Enzyme im Verdauungstrakt, die Milchzucker (Laktose) spalten. Rund 80% der Weltbevölkerung sind laktoseintolerant, die Körper der restlichen 20% können Laktose „händeln“. Laktoseintoleranz äußert sich nicht nur durch Magenkrämpfe und Durchfall sondern auch durch Akne und unreine Haut, Gelenkschmerzen, leicht fettende Haut (auch Kopfhaut), belegte Nasennebenhöhlen (vor allem morgens), Kopfschmerzen, Müdigkeit und einem aufgeblähten Bauch. Wenn ihr eines der Symptome habt, probiert mal ein paar Wochen lang, ohne Milch zu leben und ich verspreche euch, dass es euch besser gehen wird.

Wo wir auch schon bei dem besseren Lebensgefühl sind. Grundsätzlich könnte ich problemlos 10 DinA4 Seiten schreiben, in denen ich die Vorteile der veganen Ernährung erläutere. Aber ich möchte zunächst nur auflisten, welche Erfahrungen ich gemacht habe. Zum einen hatte ich immer starke Schmerzen im Knie, die durch meine Ernährungsumstellung deutlich besser geworden sind (ganz weg werden sie nie gehen, da in meinem Knie etwas „falsch gewachsen“ ist), mein Hautbild hat sich stark ins Positive entwickelt, ich habe nur noch selten Migräne, ich bin sowohl was das Studium als auch den Sport angeht deutlich leistungsfähiger geworden, habe an Körperfett verloren und ich bin insgesamt sehr viel zufriedenere und glücklicher.

„Was kannst du dann noch essen?“

Ziemlich schnell nachdem ihr euch dafür entschieden habt, vegan zu leben, werdet ihr bemerken, dass die Omnis (abgeleitet von „Omnivore“ = Allesfresser; mein Kosename für alle (Noch-) Fleischesser) euch gern verdutzt anschauen und ausführlich dazu befragen, was ihr denn überhaupt noch esst.

Das ist im Grunde recht simpel zu beantworten: alles, was nicht tierischen Ursprungs ist. Um es genau zu benennen: keine Tiermilch, keine Eier und natürlich auch kein Fleisch. Und ja, dazu zählen auch Fisch und Meeresfrüchte aller Art.

Bei Honig scheiden sich die Geister. Ich persönlich habe die Diskussion darüber, ob Honig (und Bienenpollen) vegan ist oder nicht noch nie so ganz verstanden. Ich entscheide ganz nach dem Mantra „alles, was freiwillig gegeben wird, ist vegan“ darüber, ob etwas „essbar“ ist oder nicht. Bienen sammeln Honig für ihre Larven und nicht für mein Brötchen, also ist es in meinen Augen auch nicht vegan.

Bitte seid nicht darüber erschrocken, „wie viel“ ihr als Veganer nicht mehr essen „dürft“ (ich finde leider kein besseres Wort, aber ich verspreche euch, nach einigen Wochen entdeckt ihr so viele Vorteile, dass es überhaupt kein Verzicht mehr ist). Ich werde euch einen Blogpost darüber schreiben, was ihr alles essen und entdecken werdet und auf dieser Liste wird einiges mehr stehen, als auf der „Verzicht“-Liste. Viele Lebensmittel habe ich vor der Umstellung noch nicht mal gesehen…

„Und wo bekommst du dein Protein her?“

Fakt ist: Die Menschen interessiert es nicht, woher ihr euer Protein bekommt, bis ihr ihnen erzählt, dass ihr Veganer oder Vegetarier seid. Meistens fragen Menschen danach, die selbst überhaupt keine Ahnung von Ernährung haben. Die „Schnitzel mit Soße, Salzkartoffeln und Buttergemüse“-Fraktion. Ich bin dazu übergegangen, zu fragen, woher sie denn ihr Protein bekommen. Da die Antwort zu 99% „Ja, halt Fleisch“ ist, frage ich dann, woher denn das Rind sein Protein bekommt. Dann macht die Schnitzel-Fraktion für gewöhnlich ein verdutztes Gesicht und entgegnet „Graaas?!“…

Aber mal ernsthaft, auch als Veganer bekommt man ausreichend Protein. Allerdings müsst ihr euch von der Idee verabschieden, 130g Protein am Tag zu essen. Das funktioniert nur, wenn ihr sehr viele Supplemente futtert. Seid darüber nicht entsetzt oder traurig, in meinen Augen ist es nicht gesund, tonnenweise Protein zu essen.

Vegane Lebensmittel können uns leicht mit dem notwendigen Eiweiß versorgen. Entgegen dem, was die Fleisch- und Milchindustrie behauptet, braucht man für eine ausgewogene Ernährung eine Proteinmenge von ca. 10 % der Nahrungsenergiemenge. Bei einem erwachsenen Menschen sind dies etwa 0,4 bis 0,6 g pro Kilo Körpergewicht und Tag. Da es auch Schwankungen in den Lebensmitteln bezüglich der Proteingehalte gibt, rät die Deutsche Gesellschaft für Ernährung zu 0,8 g Protein pro Kilo Körpergewicht und Tag. Bei einem 80 Kilo schweren Mann sind das 64 g Protein. Bei einer 60 Kilo schweren Frau 48 g Protein. Eurem Muskelaufbau tut eine vegane Lebensweise übrigens auch keinen Abriss.

Vegane Proteinquellen sind z.B. Hanf- und Chia Samen (macht daraus doch mal eine Milch), Linsen, Bohnen, Erbsen, Quinoa, Sojaprodukte, Spirulina, Buchweizen, (…).Im Übrigen sind pflanzliche Proteinquellen den Tierischen ebenbürtig, da unser Körper ca. 92 % des Proteins aus Fleisch und z.B. 91% des Eiweißes aus der Sojabohne umsetzt.

„Ich stehe doch nicht an der Spitze der Nahrungskette um Pflanzen zu essen?!“

Herbi und Carnis beim Barbecue

Herbi und Carnis beim Barbecue

Macht euch auf diese Art von Omnis gefasst! Ihr glaubt gar nicht wie oft ich genau diesen Spruch oder aber „es ist natürlich, dass wir Fleisch essen!“, „Aber ich hab Reißzähne!“ und „Löwen essen auch Fleisch!“ schon gehört habe. Früher habe ich mich wahnsinnig darüber geärgert, dass es Menschen gibt, die alles, was nicht „normal“ ist angreifen…

Heute bleibe ich ganz ruhig und fange an, ihnen freundlich zu erklären, dass wir eben keine „Fleischfresser“ mehr sind. Denn sind wir mal ehrlich, die wenigsten von uns sind tatsächlich in der Lage, Tiere OHNE Hilfsmittel zu töten.

Okay, wir können einem Huhn oder einem Hasen das Genick brechen, aber wie sieht es mit unseren anderen typischen „Beutetieren“ aus? Einem bis zu 350 Kilogramm schweren Schwein? Oder einem bis zu 1300 kg schwerem Stier? Unsere Zähne sind abgeflacht und wir haben eben keine Reißzähne mehr; wir haben keine Krallen, mit denen wir unsere Beute verletzen können.

Aber gut, nehmen wir mal an, man hätte nun ein Kaninchen erlegt, dann geht es nun an das Verspeisen. Die Omnis behaupten doch ständig, wir seien genau wie Löwen Fleischfresser und es sei wahnsinnig natürlich, Fleisch zu essen. Und da Löwen ständig dabei beobachtet werden, wie sie ihren Zebra-Schinken räuchern, den Giraffen-Rücken anbraten und Gazellen-Bauchfleisch auf den Grill legen, vergessen die Omnis ganz gern mal, dass sie das Fleisch nun eigentlich roh verzehren müssten, da genau das „natürlich“ ist. Das macht der Verdauungstrakt zwar nur bedingt mit, da wir das Magen-Darm-System eines typischen Pflanzenfressers haben, aber ich wünsche dennoch einen guten Appetit dabei, liebe Omnis!

„Hast du keine Mangelerscheinungen? B12-Mangel?“

„B12-Mangel“ ist für mich definitiv das Unwort des Jahres 2014. Kürzlich hat ein guter Freund von mir einen sehr aussagestarken Artikel dazu geschrieben, den ich hier gern zitieren möchte:

„Die Devise lautet einig: „Iss Fleisch und Tierprodukte, da sonst Vitamin B12 Mangel droht!“ Vitamin B12 ist das letzte übrig gebliebene Argument, womit Milch- Fleisch- und Pharma-Industrie, bezahlte Medien und sogenannte Ernährungs-„Experten“ verzweifelt die Menschen verunsichern wollen, damit diese sich NICHT gesund vegan ernähren.

Und nun Schluss mit der Märchenstunde: Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft beschreibt in ihrer Publikation für Bauern und Tiermäster die „Grundsätze der Schweinefütterung“ auf Seite 43 die „Anleitung zur Vitamin B12 Beimischung“. 

Da es kaum zu glauben ist, kurz zusammengefasst: Die Propaganda lautet „B12 kommt nur im Fleisch und tierischen Produkten vor.“ Klar, weil man es den Tieren supplementiert, also dem Futter beimischt! Aber die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft verbreitet ja wahrscheinlich nur Veganismus-Propaganda…

 Um diese Propaganda abzurunden wird überall verbreitet: „Die Veganer haben Mangelerscheinungen und müssen besonders auf ihre Vitamin-Zufuhr achten!“ Und wenn  richtigerweise supplementieren heißt es: „Veganer sind auf Nahrungsergänzungsmittel angewiesen – die vegane Ernährung ist unnatürlich.“

So funktioniert klassische Propaganda von bezahlten Medien und Lobbyisten, die eng mit der Politik verstrickt sind. Ja, so wird mit allen Ängsten der unwissenden Menschenmasse gespielt – die dann krank werden und das Gesundheitssystem belasten. Die Pharma-, Fleisch- und Milch-Industrie geben sich jährlich mit Milliarden-Gewinne die Hand.

Merke: Vitamin B12 Mangel kann bei allen Menschen vorkommen. Unsere Ernährung ist einfach zu steril für die Mikroorganismen, die das Vitamin produzieren. Es wird und kann schon lange extern produziert werden und direkt von Menschen supplementiert werden. Da Veganer keine tierische Produkte über schädliche Umwege einnehmen, müssen sie das Vitamin supplementieren. Da gibt es mehrere und einfache Möglichkeiten, von Zahnpasta, Tabletten, als Zusatz in Pflanzenmilch usw.

Der Vorteil ist hierbei, dass man mit der Vermeidung von tierischen Produkten auch auf Krankmacher wie Gifte, Hormone, Medikamente, Schwermetalle, tierisches Protein und Fett usw. verzichtet. Deswegen ist und bleibt die vegane Ernährung „Die gesündeste, modernste und umweltfreundlichste Ernährungs- und Lebensweise“.“

– Ich persönlich nehme bisweilen gar keine Präparate und habe keine typischen Mangelerscheinungen.

  

„Ist das nicht wahnsinnig teuer?“

Gut, pflanzliche Milch ist nicht so günstig wie Muttermilch und vorgefertigte Fleischersatzprodukte sind sicherlich teurer als die Putenfilets vom Aldi um die Ecke, aber teurer als die Omni-Ernährung ist die Vegane mit Sicherheit nicht.

Ich persönlich esse kaum Fleischersatzprodukte (bei denen müsst ihr im Übrigen aufpassen, viele werden mit Milch und Ei hergestellt), weil sie mir zu salzig und fettig sind.

Außerdem kann man schlecht damit argumentieren, dass die Produkte einer überdurchschnittlich subventionierten Wirtschaft günstiger sind. Denn genau das sind Fleisch-, Ei- und Milchindustrie. Auch ein qualitativ hochwertiges Stück Fleisch hat seinen Preis. Ich gebe nicht mehr oder weniger Geld für Essen aus als zuvor, dafür kaufe ich sehr viel frisches Obst und Gemüse.

Zudem solltet ihr den veganen Lebensstil als eine Investition sehen: in ein neues, gesünderes Leben. Denn ein Leben ohne Stress- und Wachstumshormone, Antibiotika, Pestiziden u.s.w. ist auf lange Sicht gesünder und gesunde Menschen haben weniger Kosten für Ärzte, Medikamente und Hilfen in etwaiger Form.

„Veganer, die Leder tragen, kann ich nicht ernstnehmen!“

Solltet ihr euch entschieden haben, vegan zu werden, werdet ihr diesen Kommentar wohl öfter hören. So manch ein Omni meint ja, es gebe lediglich schwarz und weiß.

Ich persönlich fühle mich mittlerweile auch nicht mehr wohl in Lederprodukten und kaufe sie bewusst überhaupt nicht mehr. Es ist aber auch schon vorgekommen, dass ich Produkte, an denen Leder verarbeitet wurde, geschenkt bekommen habe.

Letztendlich wird es dem toten Tier wohl egal sein, was mit seiner Haut passiert, aber ich glaube, dass man mit dem Tragen von Leder eine gewisse Akzeptanz gegenüber der Fleisch- und Lederindustrie vermittelt. Weggeworfen habe ich meine alten Ledersachen jedoch nicht (vieles aber weiterverkauft).

Wie ihr es halten wollt, müsst ihr für euch selbst entscheiden. Für einige ist es nur eine Umstellung des Essverhaltens, für andere eine neue Lebensweise – ich freue mich über jegliche Veränderung hin zum veganen Leben.

„Was sagen deine Eltern?“

Ich bin auf dem Dorf aufgewachsen und eine Portion Fleisch gehörte zu jedem Abendessen. Mein Opa hatte eine Taubenzucht, sodass ich schon als Kind mit dem Schlachten in Kontakt gekommen bin. Meinen Eltern war es zunächst überhaupt nicht recht, dass ich kein Fleisch mehr essen wollte. Mama hatte immer Angst, dass es ungesund ist. Allerdings hat sich in den letzten sechs Jahren auch sehr viel getan, es wird viel mehr aufgeklärt, Veganismus ist präsenter und Mama hat sich über all die Jahre gut informiert und ist mittlerweile sehr stolz auf mich, weil ich mich nie beirren ließ.

Es gibt natürlich viele Menschen, die sich allein dadurch angegriffen fühlen, dass man selbst Fleisch verschmäht. Aber auch das legt sich mit der Zeit. Für jedes Argument für Fleisch gibt es ein besseres Argument dagegen. Umso mehr ihr euch damit befasst, desto leichter wird es, Diskussionen zu führen. Und wer darauf keine Lust hat, muss ja nicht erzählen, dass er sich entschlossen hat, den Versuch zu starten, vegan zu leben.

Ich habe persönlich bin kein Mensch, der jemanden, der Fleisch isst, angreift. Das Gleiche erwarte ich im Gegenzug auch von meinen Mitmenschen. Allerdings teile ich gern Informationen und neue Erkenntnisse aus Studien mit meinen Freunden. Ich habe gemerkt, dass Menschen mir weitaus mehr Wertschätzung entgegen bringen, wenn ich ihnen lediglich aufzeige, wie abwechslungsreich und vorteilhaft meine Ernährung ist. Und oft schauen sie sich etwas ab. Ein kleines Beispiel: wir waren 15 Mädchen in meiner Abiturklasse, außer mir gab es niemanden, der auf Fleisch verzichtet hat. Ich habe zu kaum jemanden mehr Kontakt, aber neben mir leben mittlerweile vier (!) weiter Mädchen aus meiner ehemaligen Klasse vegan. Genau die vier, mit denen ich mich immer gut verstanden habe. Und auch meine Cousine verzichtet auf Fleisch, so wie es mittlerweile auch die Eltern meines Freundes es ihren Kindern und Schwiegerkindern gleich tun. Das alles macht mich wahnsinnig glücklich.

Ihr seht also, dass euer Umfeld es über kurz oder lang akzeptieren und euch sogar unterstützen wird.

Und irgendwie sind einige Fragen diesbezüglich auch schön, denn ich teile gern meine Rezepte mit meinen Freunden und freue mich, wenn sie mir stolz erzählen, dass sie vegan gekocht haben und es ihnen super gefallen hat!

Ihr Lieben, ich hoffe ich konnte euch hiermit ein wenig helfen und ein paar klassische Fragen beantworten und euch ein wenig „Rückendeckung“ für eventuelle Angriffe geben. Es tut mir leid, dass ich so viel geschrieben habe, viele Dinge sind so komplex, dass es schwer ist, sie kurz zu erklären. 

Habt noch einen schönen Tag,

Lara